Klarinettenunterricht
Wie viele andere Instrumente kann man auch das Klarinettenspiel privat, an Musikschulen, im Musikverein oder an Konservatorien erlernen.
Um Klarinette zu lernen, benötigt man die bleibenden Schneidezähne. Ein Unterricht mit jüngeren Kindern ist nicht sinnvoll, da spätestens mit dem Herausfallen der Milchzähne eine Zwangspause eingelegt werden müsste.

Ansonsten ist die Klarinette ein Instrument, mit dem man schon nach den ersten Unterrichtsstunden einen befriedigenden Klang produzieren kann. Das Erfolgserlebnis lässt also nicht lange auf sich warten.
Klarinettespielen kann man auch durchaus erst im Erwachsenenalter beginnen.
Vor der Anschaffung eines Instruments sollte unbedingt der zukünftige Lehrer konsultiert werden, der den Schüler über die Wahl des Klappensystems und die Qualität der Klarinette beraten kann.
Neben der Vermittlung von Grifftechnik, Haltung, organischer Atmung und Ansatz werden im guten Klarinettenunterricht auch Tipps zur Bearbeitung eines Klarinettenblattes gegeben.

Der private Klarinettenunterricht bei Bettina Beigelbeck findet in der Werderstrasse 11, 76137 Karlsruhe oder in den Räumen der Waldorfschule Karlsruhe statt. Er wird wöchentlich einzeln erteilt und dauert 45 Minuten. Der Unterricht entfällt an gesetzlichen Feiertagen und in den Ferien der allgemeinbildenden Schulen in Baden-Württemberg.
Es sind Leihinstrumente vorhanden.
Die ersten vier Unterrichtsstunden werden als Probezeit vereinbart.
Es besteht regelmäßig die Möglichkeit zur Kammermu- sik in verschiedensten Formen. Vorspiele finden statt im Musentempel oder in den Räumen der Waldorfschule.
Die Klarinette
gehört zu den Holzblasinstrumenten. Ein am Mundstück befestigtes Rohrblatt erzeugt durch seine Schwingung den Ton. Der Tonumfang der Klarinette beträgt vier Oktaven und ist somit größer als der Tonumfang anderer Holzblasinstrumente. Die Klarinette ist ein transponierendes Instrument, am häufigsten wird sie als B-Klarinette verwendet. Es existiert eine ganze Klarinettenfamilie, angefangen von den kleinen Es- und D-Klarinetten über B- und A-Klarinetten, Bassettklarinetten, Bassetthörner bis zur Bassklarinette und Kontrabassklarinette.

Geschichtliches
Abgesehen von einigen solistischen Einsätzen z. B. in Werken von Antonio Vivaldi war die Klarinette nie wirklich im barocken Orchester integriert. Erst mit der Weiterentwicklung vor allem in der Mannheimer Schule konnte sich das Instrument neben den anderen Holzbläsern behaupten.
Wolfgang Amadeus Mozart hörte 1778 in Mannheim Sinfonien von Carl Stamitz und schrieb an seinen Vater:
- Ach, wenn wir nur clarinetti hätten! – sie glauben nicht was eine sinfonie mit flauten, oboen und clarinetten einen herrlichen Effect macht!
Mozart bemühte sich von diesem Zeitpunkt an, dieses Instrument auch in Österreich im Orchester zu integrieren und es ist mit sein Verdienst, dass in den Symphonien von Beethoven die Klarinette bereits fest zur Bläsergruppe gehört und gleichwertig mit der Oboe oder Flöte eingesetzt wird. Besonders charakteristische Stellen findet man in den innigsten Momenten vieler Mozart-Opern und in den langsamen Sätzen der Beethoven-Symphonien. Zu dieser Zeit wurden üblicherweise zwei Klarinetten im Orchester besetzt.
Bei vielen Komponisten der Romantik ist die Klarinette, ähnlich der Oboe in der Barockzeit, das Instrument der Wahl für intime, gesangliche Passagen (beispielsweise in den Symphonien von Mendelssohn oder Brahms). Auch im romantischen Opernorchester wird sie gerne mit ausdrucksvollen Gesangslinien kombiniert.
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